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DO NOT TURN Until Your Have Done This


Ein besserer Golf-Abschwung beginnt nicht damit, den Körper so schnell wie möglich Richtung Ziel zu drehen. Viele Amateurspieler hören zwar ständig den Rat, durchzudrehen, tun dies aber zu früh. Das kann den Schläger aus der gewünschten Ebene ziehen, den Treffmoment erschweren und zu Pulls, Slices, Early Extension und unsauberem Ballkontakt führen.

Der entscheidende Punkt lautet: Bevor du voll rotierst, müssen deine Arme und der Schläger im Abschwung ausreichend absinken. Erst wenn der Schläger früh genug in eine passende Lieferposition gelangt, kann deine Körperrotation den Schläger stabil zum Ball bringen. Diese Reihenfolge kann deinen Golf-Schwung deutlich einfacher, freier und wiederholbarer machen.

Inhaltsverzeichnis

Schritt 1: Erkenne die passende Schlägerlinie im Golf-Treffmoment

Bei guten Eisenschlägen von Spitzenspielern fällt ein gemeinsames Muster auf: Im Treffmoment liegt der Schaft in einem sehr ähnlichen Winkel. Zeichnest du vom Schläger am Ball eine Linie nach oben, entsteht keine extrem steile und keine extrem flache Position. Der Schläger nähert sich dem Ball aus einer kontrollierten, wiederholbaren Ebene.

Diese Linie ist allerdings nicht mit der Position am höchsten Punkt des Rückschwungs identisch. Am Top befinden sich Hände, Griff, Schaft und Schlägerkopf deutlich oberhalb dieser späteren Trefflinie. Das ist normal und sogar notwendig.

Drei Golfer im Treffmoment mit eingezeichneten roten Schaftlinien

Die wichtigste Erkenntnis für deinen Golf-Schwung ist deshalb: Der Schläger muss vom höchsten Punkt aus wieder nach unten in die Trefflinie gelangen. Bei starken Ballstrikern geschieht dieses Absinken früh und effizient. Sie warten nicht bis kurz vor dem Ball, um den Schläger in Position zu bringen.

Das bedeutet nicht, dass du den Körper im Abschwung gar nicht drehen sollst. Rotation bleibt ein zentraler Teil eines guten Golf-Schwungs. Sie muss aber mit der Bewegung der Arme zusammenspielen. Wenn sich dein Körper früh und schnell öffnet, während Arme und Schläger oben bleiben, wird die gewünschte Lieferposition oft verpasst.

Schritt 2: Prüfe, ob zu frühes Drehen dein Golf-Problem verursacht

Ein zu früh rotierender Körper kann eine Kettenreaktion auslösen. Du bist am Top möglicherweise in einer guten Position, aber der Schläger sinkt nicht schnell genug ab. Wenn du dann in die Schlagzone kommst, befinden sich Hände und Schaft noch zu hoch oder zu weit außen.

Um trotzdem an den Ball zu kommen, reagiert dein Körper häufig mit Ausweichbewegungen. Du richtest dich auf, hebst den Griff an und verlierst Raum für den Schläger. Die Schlagfläche kann offen bleiben, während der Schlägerweg nach links läuft. Genau daraus entstehen viele typische Probleme im Golf:

  • gezogene Eisenschläge
  • Slices oder schwache Schläge nach rechts
  • ein steiler, von außen kommender Schlägerweg
  • frühes Aufrichten des Körpers
  • unsicherer Bodenkontakt
  • das Gefühl, vom Top an hektisch zu sein

Der Fehler liegt nicht zwingend in der Drehung selbst. Häufig stimmt vielmehr die Reihenfolge nicht. Wenn du deine Rotation beschleunigst, bevor Arme und Schläger ausreichend abgesunken sind, bleibt dir zu wenig Zeit und Platz für einen sauberen Treffmoment.

Sieh den Abschwung daher nicht als reine Drehbewegung. Im Golf besteht er aus zwei gleichzeitig ablaufenden Aufgaben: Dein Körper dreht sich durch, während Arme und Schläger relativ zum Körper nach unten arbeiten. Fehlt diese Armbewegung, bringt eine noch stärkere Rotation selten die gewünschte Lösung.

Schritt 3: Verstehe den Unterschied zwischen Rückschwung und Abschwung

Ein einfaches Bild hilft, die Bewegung klarer zu verstehen. Stelle dir vor, du hältst einen Golfschläger wie einen Hammer. Vor dir steckt ein Tee im Boden, leicht nach hinten geneigt, ungefähr in einem ähnlichen Winkel wie der Schaft im Treffmoment eines Eisenschlags.

Wenn du dieses Tee mit dem Griffende des Schlägers in den Boden schlagen wolltest, würdest du deine Arme ganz natürlich anheben und anschließend wieder absenken. Du würdest nicht versuchen, den Körper sofort maximal zu drehen. Deine Hände und Arme würden sich so bewegen, dass der Schläger von oben passend zum geneigten Tee herunterkommen kann.

Diese natürliche Hammerbewegung zeigt sehr gut, was die Arme im Golf-Schwung tun müssen. Im Rückschwung hebst du die Arme an. Drehst du dazu deinen Körper etwa um 90 Grad, erreichst du eine starke Top-Position.

Der Rückschwung setzt sich also vereinfacht aus zwei Teilen zusammen:

  • Körper drehen
  • Arme anheben

Der Abschwung ist die Umkehrung dieser Arm-Körper-Beziehung:

  • Körper Richtung Ziel drehen
  • Arme relativ zum Körper absenken

Dieses Konzept ist für deinen Golf besonders wertvoll, weil es den Fokus von einem vagen „Dreh schneller“ auf eine konkrete Aufgabe verlagert. Vom Top muss der Schläger zunächst Raum bekommen, nach unten zu arbeiten. Erst dann kann deine Drehung den Schläger durch den Ball beschleunigen.

Schritt 4: Trainiere das frühe Absinken der Arme ohne Ball

Beginne mit langsamen Trockenübungen. Stelle dich in deine normale Golf-Ansprechposition. Gehe dann bis zu deinem üblichen höchsten Rückschwungpunkt. Halte kurz an, damit du die Position wahrnimmst.

Von dort lässt du zunächst Hände und Arme etwas nach unten fallen. Dein Körper darf sich dabei bewegen, aber vermeide die Absicht, deine Brust sofort maximal zum Ziel zu drehen. Das Ziel ist nicht, die Arme passiv herunterfallen zu lassen. Du möchtest aktiv spüren, wie sie in Richtung der späteren Trefflinie arbeiten.

Danach ergänzt du die Körperrotation. Die Reihenfolge lautet:

  1. Rückschwung mit angehobenen Armen und Körperdrehung.
  2. Vom Top Arme und Schläger nach unten bewegen.
  3. Rotation durch den Treffmoment hinzufügen.

Übe diese Sequenz langsam und bewusst. Ein voller Golf-Schwung läuft natürlich fließend ab, doch langsames Training macht die richtige Reihenfolge leichter spürbar. Wenn du direkt mit voller Geschwindigkeit arbeitest, fällt dein Körper oft automatisch in das alte Muster zurück: früh öffnen, Arme oben lassen und den Schläger zu spät nach unten bringen.

Schritt 5: Nutze den Schräg-Tee als Gefühl für die richtige Golf-Bewegung

Für diese Übung brauchst du nur ein Tee. Stecke es so in den Boden, dass es deutlich von dir weg nach hinten geneigt ist. Es muss nicht exakt ausgerichtet sein. Entscheidend ist lediglich, dass das Tee eine abwärts gerichtete Schlägerbewegung in einem ähnlichen Winkel wie dein Impact anregt.

Stelle dich ohne Ball vor das Tee und denke erneut an den Hammer. Bewege die Arme im Rückschwung nach oben. Dann führe sie auf dem Weg nach unten so, als wolltest du das Tee mit dem Griffende des Schlägers treffen.

Du kannst diese Bewegung sogar ohne Golfschläger trainieren. Nimm einfach deine Hände zusammen, hebe sie über deine hintere Schulter und bewege sie nach unten, als würdest du einen Hammer zum geneigten Tee führen. Anschließend füge eine Körperdrehung hinzu. Damit entsteht eine sehr brauchbare Grundidee für den Golf-Abschwung.

Diese Übung soll keine starre Position erzeugen. Du brauchst keine genaue Gradzahl und keinen künstlich erzwungenen Winkel. Sie soll dir helfen, die einfache Bewegungslogik zu fühlen: Arme gehen im Rückschwung hoch und im Abschwung wieder herunter, während sich der Körper dreht.

Schritt 6: Verwende den Taschen-Drill für die richtige Reihenfolge im Golf-Abschwung

Der Taschen-Drill macht das Timing zwischen Armen und Körper sofort deutlicher. Lege eine weiche Golftasche oder ein vergleichbares, ungefährliches Polster vor dich auf den Boden. Platziere es so, dass du es mit dem Schläger in der Abwärtsbewegung erreichen kannst, ohne einen Ball zu schlagen.

Wichtig: Übe mit viel Platz, schlage kontrolliert und verwende keinen harten Gegenstand. Die Tasche dient als taktiles Ziel, nicht als Hindernis, das du mit voller Kraft treffen musst.

Gehe bis zum Top deines Golf-Schwungs. Wenn du nun nur den Körper drehst und die Arme oben festhältst, wirst du die Tasche nicht sinnvoll treffen können. Der Schläger bleibt zu hoch und zu weit von der gewünschten Schlagzone entfernt.

Um die Tasche zu erreichen, musst du die Arme nach unten arbeiten lassen. Genau dieses Feedback ist der Kern der Übung.

Phase 1: Die Tasche mit abgesenkten Armen berühren

Starte mit kleinen, langsamen Bewegungen. Schwinge zum Top und bewege die Arme abwärts, bis der Schläger die Tasche leicht berührt. Deine Körperrotation darf bewusst ruhiger sein als sonst. Du trainierst zunächst nicht Geschwindigkeit, sondern die Fähigkeit, den Schläger früh genug nach unten zu bringen.

Wiederhole diese Bewegung mehrmals. Achte darauf, dass du nicht nach vorne kippst oder dich aus dem Stand hochdrückst. Die Arme sollen sinken, während dein Körper seine stabile Golf-Haltung behält.

Phase 2: Rotation nach dem Absinken ergänzen

Wenn du die Tasche zuverlässig berühren kannst, füge schrittweise mehr Drehung hinzu. Die Tasche soll weiterhin erreichbar bleiben. Dadurch lernst du, dass Rotation und Armabsenkung gemeinsam funktionieren müssen.

Ein guter Gedanke ist: „Erst nach unten, dann durchdrehen.“ Das ist keine Aufforderung zu einer Pause im Abschwung. Es beschreibt die Priorität. Deine Arme sollen genug Zeit haben, den Schläger in Richtung Trefflinie zu bringen, bevor du die Rotation voll beschleunigst.

Phase 3: Arme gegen die Körperrotation arbeiten lassen

In der fortgeschrittenen Variante setzt du zwei gegensätzliche Absichten ein. Vom Top möchtest du die Tasche mit deinen Armen treffen. Gleichzeitig drehst du deinen Körper so, dass diese Rotation das Treffen der Tasche erschweren würde.

Diese scheinbar gegensätzlichen Kräfte erzeugen eine nützliche Kombination: Die Arme sinken ab, der Körper dreht sich und der Schläger kann auf einer besseren Ebene in Richtung Ball arbeiten.

Du solltest dabei nicht versuchen, deinen Oberkörper künstlich zurückzuhalten. Der Körper darf rotieren. Die Übung lehrt lediglich, dass Rotation nicht die Armbewegung ersetzen darf. In einem funktionierenden Golf-Schwung sinkt der Schläger rechtzeitig ab, während der Körper weiter durchdreht.

Schritt 7: Übertrage das Gefühl auf echte Golf-Schläge

Nach den Trockenübungen und dem Taschen-Drill schlägst du zunächst kurze, ruhige Eisenschläge. Versuche nicht, sofort maximale Weite zu erzeugen. Ein kompakter, kontrollierter Schwung ist der beste Weg, das neue Bewegungsmuster auf den Ball zu übertragen.

Ein möglicher Ablauf für deine Übungsserie:

  1. Drei langsame Trockenübungen mit dem Gefühl „Arme sinken, Körper dreht“.
  2. Drei kontrollierte Taschen-Drills ohne Ball.
  3. Drei halbe Schläge mit einem Eisen.
  4. Erst danach schrittweise längere Golf-Schwünge.

Beurteile den Erfolg nicht nur nach der Flugkurve eines einzelnen Balls. Achte auf die Qualität deines Treffmoments. Fühlt sich der Schläger freier an? Triffst du den Boden nach dem Ball? Musst du dich weniger aufrichten, um den Schläger an den Ball zu bringen? Startet der Ball weniger weit links?

Ein solider Ballflug kann bei dieser Veränderung auch leicht von rechts nach links verlaufen. Das ist nicht automatisch ein Problem. Entscheidend ist, dass der Schläger den Ball auf einem besseren Weg erreicht, statt sich im letzten Moment über Early Extension oder angehobene Hände retten zu müssen.

Schritt 8: Vermeide diese Fehler beim Golf-Training

Neue Bewegungen können schnell übertrieben werden. Wenn du das frühe Absenken der Arme trainierst, achte besonders auf diese Punkte:

  • Nicht nur die Arme werfen: Dein Körper bleibt Teil des Golf-Schwungs. Es geht um Absinken mit Rotation, nicht um einen reinen Armschwung.
  • Nicht auf den Ball stürzen: Die Arme bewegen sich relativ zum Körper abwärts, während deine Haltung erhalten bleibt.
  • Nicht krampfhaft flach werden: Versuche nicht, den Schaft künstlich hinter dir festzuhalten. Das Ziel ist eine funktionale Lieferposition.
  • Nicht mit Vollgas beginnen: Die richtige Bewegung wird mit langsamen Wiederholungen deutlicher und zuverlässiger aufgebaut.
  • Nicht nur an Drehung denken: Wenn dein einziger Gedanke „Dreh durch“ lautet, kann genau das dein bisheriges Problem verstärken.

Ein guter Golf-Schwung besteht nicht aus isolierten Positionen. Er ist eine Abfolge, in der Hände, Arme, Schläger und Körper zur richtigen Zeit zusammenarbeiten. Das frühe Absenken der Arme schafft die Voraussetzung dafür, dass deine Rotation kraftvoll sein kann, ohne den Schläger aus der Ebene zu drücken.

Schritt 9: Mache die neue Golf-Sequenz spielbar

Auf dem Platz brauchst du keinen langen technischen Gedanken. Nutze nach dem Training einen einzigen, einfachen Impuls. Für viele Spieler kann das „nach unten, dann durch“ sein. Andere bevorzugen das Bild, mit dem Griffende einen schrägen Tee einzuschlagen.

Wähle nur ein Gefühl, das dir hilft, die Arme vom Top rechtzeitig sinken zu lassen. Vertraue anschließend auf deine natürliche Drehbewegung. Wenn der Schläger in einer besseren Position ankommt, kann dein Körper durchdrehen, ohne dass du den Treffmoment durch Aufrichten, Ziehen oder hektische Handbewegungen retten musst.

Das ist der praktische Kern: Drehe im Golf nicht voll durch, bevor deine Arme und der Schläger die nötige Abwärtsbewegung begonnen haben. Trainierst du diese Reihenfolge geduldig, kannst du Raum für den Schläger schaffen, deinen Schlägerweg verbessern und solidere Eisenschläge entwickeln.

Häufige Fragen zum Golf-Abschwung

Muss ich im Golf-Abschwung die Körperdrehung stoppen?

Nein. Dein Körper soll sich weiterhin Richtung Ziel drehen. Wichtig ist, dass die Arme und der Schläger dabei früh genug relativ zum Körper absinken. Eine aktive Rotation ohne diese Armbewegung kann den Schläger zu spät in die Trefflinie bringen.

Hilft diese Golf-Übung gegen einen Slice?

Sie kann helfen, wenn dein Slice aus einem zu steilen Schlägerweg, einer frühen Körperöffnung oder einer zu spät abgesenkten Schlägerposition entsteht. Der Drill zielt darauf, den Schläger früher in eine passendere Lieferposition zu bringen.

Wie schnell sollte ich den Taschen-Drill trainieren?

Beginne langsam und kontrolliert. Die Tasche soll dir Rückmeldung über die Reihenfolge von Armabsenkung und Rotation geben. Erst wenn du sie zuverlässig leicht berührst, solltest du die Drehung und die Schwunggeschwindigkeit erhöhen.

Kann ich den Drill ohne Golftasche machen?

Ja. Du kannst das Bewegungsgefühl auch mit einem schräg in den Boden gesteckten Tee oder mit langsamen Trockenübungen trainieren. Das Bild eines Hammers, der auf ein geneigtes Tee trifft, unterstützt dieselbe Abwärtsbewegung der Arme.


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